Über das Glück

Über das Glück wurde ja schon einmal hier „“philosphiert“.
Diese Momente wiederholen sich, oft unbemerkt und erst im Nachhinein als glückliche Augenblicke wahrgenommen.
So zum Beispiel an diesem sehr frühen und überaus nebligen April-Samstagmorgen, als der Radelnde uHu wieder einmal an einem seiner Lieblingsorte am See steht und sich abmüht, dieses wunderbar diffuse Licht in irgendeiner Form abzulichten.
Schemenhaft tauchen dabei aus dem Grau zwei Haubentaucher auf. Da sich der uHu seeehr still verhält und in seiner dunklen Kleidung am Seeufer kaum auffällt, lassen sich die beiden Vögel von ihm nicht irritieren oder stören. Ein balzendes Paar ist es, an den Bewegungen der langen Hälse lässt sich erkennen, was gleich geschehen wird.
Und tatsächlich, nachdem Beide wie U-Boote aufeinander zugeschwommen sind, richten sie sich im Moment des Erreichens hoch auf und lehnen sich aneinander.
Detail-Fotos? Fehlanzeige…
Die 70 mm sind einfach zu kurz, das lange „Rohr“ schlummert zu Hause in der Kiste.
Aber ehrlich gesagt, in diesem, nach zwei langen Jahren endlich wieder elebten Augenblick denkt der uHu gar nicht ans Fotografieren. Völlig egal, das kann man nicht fotografieren. Das muss man einfach nur sehen und verinnerlichen.
Nach diesem kleinen Wunder ist alles wieder ein bisschen anders, ein wenig schöner.
Diese Welt funktioniert immer noch nach demselben Prinzip, wie sie es schon seit Jahrtausenden tut und das beruhigt doch ein wenig.
Noch lange ist das krächzende Kräck kräck zu vernehmen, auch wenn die Vögel kaum zu erkennen sind.
Balzende Haubentaucher im Nebel – Glück gehabt.

Glück…

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ob es das schon war?

trotz allen (Vor-) Frühlingszeichen vermutlich noch nicht… Aber die Wärme der Sonne tut wirklich gut – also genießen wir das jetzt erst einmal, ohne nachzudenken, was noch kommen könnte..
Anbei noch eine kleine Erinnerung an kältere Tage 😉

Fotorausch im Winternebel

Im Finger zuckt es schon wieder, da – die aus dem diffusen Weiß auftauchende knorrige Eiche, die Baumgruppe, die Sonne, die matt durch den Nebel scheint, der Bach, der im pastellfarbenen Licht glänzt…
Wie bildet man das ab, diese märchenhafte Stimmung, so dass man trotz des weichen orangenen Lichts die Kälte spürt, den Frosthauch, der über allem liegt?
Die Silhouetten der Baumstämme dürfen nicht zu dunkel, nicht zu hart erscheinen, keine zu scharfen Konturen haben, die müssen genauso verschwimmen wie das Empfinden des Beobachters es jetzt wahrnimmt.
Die reifbedeckten Baumkronen da drüben vor dem sich blau-violett einfärbendem Abendhimmel – nicht zu viel Farbe da hinein lassen, eher das Ganze ein wenig überbelichten, auch wenn es in Wirklichkeit schon etwas dunkler ist. Die Pappelreihe soll ein wenig verloren in der Weite der eisigen Wiesenlandschaft wirken, allein gelassen mit dem Bestehen gegen diese Kälte…
Und dann – Spot on – unsere kleine Kirche von den Scheinwerfern beleuchtet, das Scheinwerferlicht, welches eine Art Lichtkrone um das Gebäude schafft…
Motive über Motive – alles muss erst einmal (mit Gefühl) erfasst werden, aussortieren darf man später.
Drinnen im Warmen dauert es dann eine Weile, ehe sich dieses Gefühl, eben etwas ganz Wunderbares erlebt zu haben, legt und man in den gewohnten Ablauf zurück kehrt.

In den nächsten Tagen möchte ich Euch von diesem ganz besonderen Nachmittag/ Abend in loser Reihe immer mal noch ein Bild zeigen.

Noch diffuser

ich hoffe, Eure Wochenendpläne sind da etwas klarer 😉 Lt. Prognose soll sich die Sonne mal wieder zeigen.

In diesem Sinne: schönes Wochenende

PS: wenn man genau hinschaut, kann man Waldstrukturen in den Nebelschwaden erkennen