am Cuber-Stausee

Dieses Foto habe ich noch – aber nun ist Schluss… 😉

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Erdrückend

und hier doch noch ein kleiner Nachtrag zu Mallorca…
Diese Stimmung war einfach zu schön.

entschleunigtes Reisen

Zugegeben – besonders angenehm sitzt man auf den harten Holzbänken nicht. Die Leute vor vielen Jahren mussten da ziemlich hart im Nehmen sein.
Unsere letzte Erfahrung in der Holzklasse ist 36 Jahre her. 1983 schaukelten wir in einem Uralt-Zug in die rumänischen Karpaten.

Aber auch jetzt erschließt sich schon nach wenigen Minuten die Schönheit dieser Art des gemächlichen Reisens. (vorausgesetzt, Hintern und Knochen halten dem Gerüttel stand)
Im Schneckentempo schraubt sich der über hundert Jahre alte Zug ins Gebirge hinauf, durch finstere Tunnel mit wunderbaren Ausblicken in das „Goldene Tal“.
Nicht mal schnell im Auto auf gut und glatt ausgebauten Straßen in einer halben Stunde quer über die Insel, sondern gemächlich, man könnte quasi im Vorbeifahren die Früchte von den Bäumen pflücken, auf teils verworfenen Gleisen in die Hauptstadt rumpelnd.
Jaaa – es ist nur noch etwas für Touristen, die es sich leisten können, diesem etwas melancholischen Gefühl nachzuhängen. Die Einheimischen bevorzugen da auch eher die effektiveren und zweckmäßigeren Fortbewegungsmittel. Und man selbst reist zu Hause ja schließlich auch nicht ungern auf gepolsterten Sitzen.

Als am Abend die Sonne hinter den Bergketten untergeht und die Dämmerung über die Berge herein bricht, die historischen Lampen im Zug leuchten, ergibt man sich gern noch einmal dieser Langsamkeit des Unterwegsseins.

Ist Schnelligkeit immer besser?

Künstler- und andere Bergdörfer

So ganz nebenbei lauschen wir dem jungen Mann mit seiner Freundin am Nachbartisch, der ein wenig hilflos wirkt, als er den phlegmatischen Wirt nach dem Berg in der Umgebung befragt…
Dabei hat er (unserer Meinung nach) „Pudsch“, Berg richtig ausgesprochen.
Der Wirt aber scheint oder will nicht verstehen – nur der Satz, den er der im Hintergrund im Schatten dösenden Frau hinwirft und die mit einem „ah, la montagna“ antwortet, deutet darauf hin, dass er sehr wohl verstanden hat.
Aber was bedeutet der Name, den Menschen willkürlich einem Punkt in der Landschaft geben. Den Einheimischen hier genügt das einfache und sachliche „Berg“. Es gibt für sie nur den einen. Nun ja.

Das Bild – die Boheme, Ava Gardner, Robert Graves, Peter Ustinov oder Pablo Picasso, die sich damals unten in der seinerzeit abgelegenen und paradisischen Felsenbucht auf den Steinen am blaugrünen Meer tummelte.
Der Gedanke einer Zeitreise, wie wäre das wohl gewesen, wenn man vorhin Einem von ihnen dort begegnet und erfrischt, entspannt und langsam zusammen im Abendsonnenschein den langen Weg hinauf ins Dorf gegangen wäre.

Das Dorf, in der nun in jeder Gasse, hinter jedem Hausvorsprung Touristen wie wir unterwegs sind, Pulks von Rennradfahrern auf der schmalen Straße eine Kolonne von Mietwagenfahrern und Bussen hinter sich her ziehen…
Vor wenigen Tagen saßen wir in einem anderen, ähnlich liebevoll restaurierten Bergdorf und inhalierten geradezu die Atmosphäre inmitten dieser Berglandschaften. Da lagen noch viele schöne Erlebnisse vor uns.

Egal – es ist nun hier und heute – wir genießen den Café con leche, den hausgemachten (wie der Wirt versicherte) Mandelkuchen und unsere letzten Stunden in der warmen Sonne auf diesem Eiland.

Schön war es, schön ist es…

Nicht ausgeschlossen, dass wir wieder einmal hier sein werden.

Kleinstadtstraßen

Palma ist groß und laut, Port de Soller ist Urlaubsort – Soller dagegen ist ein kleines, feines, lebendiges Städtchen unter den gewaltigen Hängen der Tramuntana-Berge. Mitten im „Goldenen Tal“ – und golden wird die Luft auch, wenn die späte Märzsonne ihr Licht in die engen Gassen schickt.

Sehenswert.