Fockeberg

Man kanns nicht lassen – aber als quasi „Landei“ sehnt man sich abends auch mal nach den Lichtern der Großstadt und muss die dann auch entsprechend fotografieren.  🙂
Obwohl wir nun schon ein halbes Jahrhundert in oder in der Nähe von Leipzig leben, ist es eigenartigerweise noch nie gelungen, einmal auf den
Fockeberg
zu steigen.
Wer bei google nach „Fockeberg“ sucht, erhält unter anderem hilfreiche Tipps und Hinweise auf Berge wie die Große Arnspitze oder den Höfats…
Nun ja, ganz so hoch ist er mit 153 Metern nicht…
Der Fockeberg ist einer von Leipzigs „Mont Klamotts“ – eine Kippe, auf die man nach dem Krieg die Trümmer karrte und übrigens von dort auch wiederum Trümmerteile in den 50ern zur Errichtung des riesigen Zentralstadions verwendete.
Über 45 m erhebt sich der Fockeberg über den Häuserdächern.
Erst in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts für die Nutzung als Auflugsziel frei gegeben, ist  der Fockeberg nun dicht bewachsen, nur ein paar Schneisen zwischen den Bäumen lassen eine schöne Sicht auf die Stadt zu. Die Menschen schätzen diesen Ort – entsprechend ist dieser selbst heute, kurz vor der Dämmerung, bevölkert.
Die Wege sind teilweise noch eisbedeckt – für den nächsten Gipfelversuch sollte man die wärmere Jahreszeit bevorzugen – aber die größte Gefahr, die hier lauert, ist, wenn man die Eisflächen umgehen muss, in eine der zahlreich hier gelagerten Hunde-Tretminen zu tapsen. Hinauf, im letzten Tageslicht konnte das erfolgreich vermieden werden, aber auf dem Abstieg im Dunklen?
Selbst oben auf dem Gipfelplateau fällt es schwer, alte aufgeweichte Silvesterraketen von anderen ähnlich farbigen Haufen zu unterscheiden.
Da aber auch zwei Tage später noch immer keine üblen Gerüche von den Schuhsohlen her aufsteigen, kann zu Protokoll genommen werden, dass die erste Fockeberg-Besteigung wohl erfolgreich und ohne Kollateralschäden abgeschlossen werden konnte.
Aber nun Schluss mit Text – anbei die Bilder.
Genießt sie und lasst die Lichter der Großstadt einfach wirken.
Viel Spaß damit

Von Bäumen und Sternen

Der Unterschied zu früheren Touren  ist, dass man diese nicht mehr ihrer selbst wegen unternimmt und diese nebenbei lediglich dokumentiert.
So geschieht es zum Beispiel auch bei der Entstehung der nachfolgenden Bilder, dass der Ausflug das Ziel hatte, dem Thema „Bäume und Sterne“ ein paar Nuancen hinzu zu fügen .

Den Baum, der in den vielen Jahren unseres Hier-Lebens nie wahrgenommen wurde, „entdeckte“ ich vor Wochen bei einer anderen Vollmond-Fotopirsch. Dabei ist er nur einige hundert Meter von unserem Haus entfernt.

Doch wie schon einmal bemerkt, entwickelt sich in der Nacht oder in hellen Vollmondnächten eine ganz andere Wahrnehmung der Landschaft und Natur ringsum. Man entdeckt selbst die nächste Umgebung ganz neu.
Und diese – vielleicht noch nicht einmal ganz so alte – Eiche versprach, ein geeignetes Modell für einen der kommenden Ausflüge zu werden.
Um dann aber nicht im wahrsten Sinne des Wortes im Dunkeln zu tappen und mit einem enttäuschenden Ergebnis wieder heim zu kehren, wurde das nähere Umfeld meines Fotomodells schon einmal bei Tageslicht in Augenschein genommen.


Alte Bäume, die ihre knorzigen kahlen Äste in einen unendlichen Sternenhimmel recken – welch schöne Metaphern bieten sich für den Betrachter da an.
Ganz zu schweigen von den unvergesslichen Momenten der Stille und der Euphorie, als das Licht des aufgehenden Vollmonds lange Schatten in die Finsternis wirft.