Pfingstfahrt 2019

Schwer, hart wie ein Brett…  Der Radelnde uHu liebt seinen Brooks-Sattel trotzdem. Nach zigtausend Kilometern ist der bequem wie ein Sofa, man hat sich darauf noch nie einen „Wolf“ gefahren…
Da fällt der Verzicht auf all die hochgelobten Ergo-, Gesundheits-sonstwas-Gelsättel nicht schwer. Aber auch das ist Ansichts- oder besser Hintern-Sache.
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Wandertag in der Sächsischen Schweiz

Der Wander-Zug macht es möglich. Ohne Umzusteigen ist es uns nun in der Sommersaison (d.h. ab. 30.03.) möglich, bis an die böhmische Grenze zu fahren.
Allerdings fährt der Zug „erst“ 8 Uhr ab Leipzig, so dass auch die Leute, die nicht so gern sehr früh aufstehen, mit drin sitzen 😉 Und deshalb ist der Zug bereits beim ersten Halt brechend voll. Aber was solls, bei diesem Wetter und der Aussicht auf eine schöne Wanderung nimmt man das gern in Kauf. Da könnte die Bahn doch glatt das Angebot auf zwei oder drei Züge am Morgen ausweiten, so wie das angenommen wird.
Gegen 10 Uhr sind wir schließlich in Schmilka, in der Schlange an der Fähre stehen wir zum Glück ziemlich weit vorn, so dass es drüben gleich zu Fuß weiter gehen kann.
Aber nun, auf dem steilen Weg die Kahntilke hinauf, wird es recht ruhig. Die Meisten gehen in Richtung Winterberg. Und dass man an solchen Tagen in diesem kleinen Gebirge nicht allein ist, muss man akzeptieren.
Noch ist es recht bewölkt, ein mäßiger Südostwind treibt aus dem böhmischen Becken Wolken (oder Hochnebel) herüber. Aber das schmälert keinesfalls die grandiose Aussicht von der Kleinen Bastei, im ersten Obergeschoss des Elbsandsteingebirges sozusagen auf ca. 250 Metern Höhe.
Nach kleiner Staunens- und Frühstückspause geht es weiter durch den Wald auf den Elbleitenweg, dort im Bogen wieder hinab in den Heringsgrund und im Angesicht der übermächtig wirkenden Felswände ringsum leicht aufwärts zur Heiligen Stiege.
Der nun folgende Aufstieg auf endlosen Treppen und Leitern ganz hinauf ins oberste Stockwerk ist ein Erlebnis, nicht schwierig aber ausgesprochen eindrucksvoll.
Dass oben auf dem Zurückesteig bzw. Gratweg hinüber zu den Schrammsteinen mit größeren Menschenansammlungen zu rechnen ist, war klar. Zu schön ist es, hoch über den Tälern und Ebenheiten entlang zu wandern. Manches Mal muss man auch die Hände auf ausgetretenen Felsstufen und Leitern zu Hilfe nehmen. Und man bekommt allmählich Respekt vor denen, die hier in diesem abenteuerlichen Gelände solch einen abgesicherten Weg bauten, der von Jung und Alt begangen werden kann. Die nächste Fotopause gibt es an der Breite-Kluft-Aussicht.
Lange Jahre waren wir nicht mehr hier, Stau gibt es zum Schluss an der Schrammsteinaussicht, dem Endpunkt der Kammtour, doch den nehmen wir ebenfalls in Kauf – schon allein des wunderbaren Blickes wegen, der von den Affensteinen im Osten, dem Tanzplan, Unger über die Waitzdorfer Höhe bis hinüber zu den Tafelbergen Lilienstein, Königstein, Papststein, Zschirnstein und die tief ins Tal eingeschnittene Elbe usw. reicht.
Auf dem Jägersteig, hier muss man sich auf den Stufen der Treppen und Leitern etwas konzentrieren, geht es hinab und durch das Schrammtor schließlich hinunter nach Postelwitz und am Fluss entlang nach Bad Schandau.
Noch ein Eis in der vorsommerlichen Sonnenwärme, dann bringt uns die Bahnhofsfähre zu ebendiesem und 16.34 fährt auch glücklicherweise wieder der Wander-Zug in in Richtung Leipzig. Auch dieses Mal kein Umsteigen in Dresden – nicht schlecht. Und dieser Zug ist ebenfalls alsbald proppevoll…
Ein schöner Tag 🙂

Sternenstrand

Endlich ist es so weit, der Himmel ausreichend frei von Wolken, so dass es mit den nachfolgenden Fotoversuchen etwas werden kann.
Himmel über Meer und Strand – die Idee ist schon eine Weile alt – wurde auch schon im Oktober 2017 bei einem spannend-unheimlichen Abendausflug umgesetzt.
Aber – heute, im Frühjahr, wird es wesentlich später dunkel als im Herbst.
Das führt nun dazu, dass der Himmel lange Zeit sein Blau nicht verliert, selbst dann nicht, als schon längst die Sterne zu sehen sind.
Der Wind weht dazu unvermindert heftig, so dass Stativ und Kamera im Windschatten der Düne aufgestellt werden müssen.
Das lange Warten bis zur Dunkelheit hat den Vorteil, dass man sich in Ruhe diese wunderbaren wechselnden Lichtstimmungen anschauen und genießen kann. Die Kälte? Egal… Die wird ignoriert.
Das tiefe, immer dunkler werdende Himmelsblau, das Blaugrün des Meeres, der weiße Gischt der Wellen, am Horizont die Leuchtfeuer vom Darßer Ort und Hiddensee, die Signallichter des Offshore-Windparks… Das Auf und Ab des Meeres wie die Atemzüge eines riesigen schlafenden Tieres.
Traumhaft ist das.
Traumhaft…
Auf den Bildern, die nun allmählich entstehen, sieht man auch den im Wind wehenden Sand, weiß wie Schnee, das Blaugrünweiß des Meeres friert eigenartig geheimnisvoll leuchtend ein. Der Fotograf als Model mit Stirnlampe, klein und winzig in dieser Unendlichkeit, der Lichtstrahl wie ein Griff nach den Sternen…
Die Sterne selbst – Licht von irgendwoher weit draußen, dass durch kleine Löcher eines fadenscheinigen dunklen Tuches blinkt…
Traumhaft, Traumwelt.
Ein Deja Vu – behutsam am PC nachbearbeitet sind diese Bilder das, was man glaubt, schon irgendwo einmal gesehen oder geträumt zu haben…
Entstanden in der Realität und doch so entrückt, fremdartig, unwirklich…

Kleines Fazit dieses Ausflugs: für Interessierte unbedingt empfehlenswert, Suchtgefahr ist garantiert.