Worum es (auch) geht?

Im sehr sehenswerten(schon allein deshalb, weil manche wunderbare Erinnerung damit wieder geweckt wird) Film „Brevet“ äußert sich Claus Czycholl über dieses Gefühl beim Langstreckenradfahren.

Besser kann man das wohl kaum ausdrücken und auf den Punkt bringen.

hier gehts weiter mit Bildern und im Text

Radeln_20180505_012

Advertisements

Spreewaldmarathon 2018

„Die verrückten 200er sind natürlich alle schon durch. Die sie jetzt hier sehen, sind mehr so die Freizeitfahrer…“ – so ungefähr lauten die Worte der Spreewälderin, die den schwer mit kuchenessenden Ausflüglern beladenen Kahn aus dem kleinen Schlepziger Hafen bugsiert.
Danke, wir haben verstanden – Freizeitradler. 🙂

Hmmm, ist das besser als ein „verrückter 200er“?

hier gehts weiter im Text

 

Störung

Das Bellen im Unterholz verrät, dass der Rehbock aufschreckt. Dann bricht er mit seiner Begleitung auch schon hinaus auf die von der Morgensonne überflutete Wiese und hält erst in gehöriger Distanz inne, um den Verursacher dieser Störung zu beobachten.

Dieser, mit einem kleinen schlechten Gewissen, erstarrt in seiner Bewegung, um diesen stillen Morgen nicht noch weiter durch seinen unbedachten Menschenlärm zu zerstören und zieht sich ganz behutsam und leise in das Dunkel des Waldes zurück.

Morgen am See

 

„Es duftete nach Erde, Wald und Wasser… Bleßhühner fahren hupend umher und machen den See zum Rummel- und Tummelplatz. Das ‚Kökökök“ der Haubentaucher und das sägende „Räb-räb“ der Stockenten-Erpel fährt durch die dünnen Zweige der Faulbäume…“ (Erwin Strittmatter – Der große Gesang aus 3/4 hundert Kleingeschichten)

Diese Worte kommen mir in den Sinn.

Das Nachtdunkel weicht der nebelverhangenen Dämmerung über dem See. Es ist ein kalter Morgen Ende März, ein Stück weit abseits menschlichen Getöses beginnt mit dem ersten Tageslicht der große Gesang des Lebens am See.
Am Ufer sitzend verschmilzt der Beobachter dieses Schauspiels unauffällig mit der Landschaft. Er wird von den Tieren nicht mehr als Eindringling oder gar Feind in ihrem Kosmos betrachtet und so gehen sie ohne Scheu ihrem Morgenwerk nach.
Graugänse, die eben in einer Gruppe rauschend auf dem Wasser niedergegangen sind, tauchen halb aus dem Nebel auf und verschwinden wieder darin, der Haubentaucher zieht unbeirrt seine Bahn auf der glatten Wasseroberfläche. Bleßhühner, Reiher- und Tafelenten sammeln sich in Grüppchen und schauen sich nach Frühstück um.
Die Reiher testen rau krächzend ihre Stimmen und ab und hört man ein „glumb, glumb“ aus dem Schilf.

Hinter dem Wald geht die Sonne auf und taucht die reiferstarrte Landschaft in ein warmes goldenes Licht.

Vorfrühlingsabend

Die Sonne steht nur noch knapp über dem Horizont. Das Licht wird weicher, pastellfarben, und auch wenn es nicht gerade sehr mild ist, so erweckt es doch den Anschein von Frühling.
Es wird allmählich ruhiger ringsum, weit entfernt vernimmt man etwas gedämpfter die menschengemachten Geräusche, hier auf den Wiesen zwischen den Bäumen ist es allerdings schon sehr still.
Nur drüben, ein paar hundert Meter entfernt, jenseits des Grabens schnattert es plötzlich.
Die Graugänse sind wieder da, sie haben mich natürlich längst erspäht, die „Wachgans“ reckt den Hals und sieht aufmerksam zu mir herüber. Friedlich daneben steht ein Paar Nilgänse und frisst sich ein ordentliches Polster an. Noch nie habe ich Nilgänse in natura gesehen, mit ihren dunklen Flecken um die Augen sehen sie etwas skurril aus.

Ganz behutsam, nur nicht stören, nähere ich mich den Tieren, um in eine ordentliche „Schussposition“ zu gelangen. Gut, das genügt, sie sind immer noch ganz ruhig und entspannt. Und für ein paar Fotos genügt das. In einer Naturfotografie-Zeitschrift war letztens zu lesen, dass der Fotograf seine wunderbaren Bilder nicht als Trophäensammlung betrachtete, sondern darauf aus war, die Tiere vor allem in ihrer natürlichen Umgebung zu zeigen. Dabei gelangen ihm z.B. im Gegenlicht die schönsten Aufnahmen. Diese Philosophie ist mir sehr sympathisch, denn damit gerät man nicht in die Verlegenheit, sich den Tieren zu sehr anzunähern und sie zu beunruhigen. Und – den eigenen begrenzten Fähigkeiten in der Tierfotografie kommt das auch ganz zupasse, wenn da noch ein wenig Landschaft mit dabei ist.
Der kleine Greifvogel auf den Zweigen scheint mich übrigens zu ignorieren, er betrachtet aufmerksam das Gras, schießt tatsächlich plötzlich herab, packt eine Maus und verschwindet mit seiner Beute.

Drüben die Gänse lassen es sich immer noch gut gehen, von den Teichen her zieht eine Kette Graugänse zu den Schlafplätzen.

Und endlich kommt auch er zurück.
Locker trabt er über die Wiesen zum Schilf im Bruch, da wo ich seinen Schlafplatz vermute. Nun wiederholt sich dasselbe Spiel wie vorhin mit den Gänsen, vorsichtig pirscht sich der Radelnde (jetzt Schleichende) uHu in seine Laufrichtung, immer bemüht, ihn nicht zu erschrecken und zu verjagen. Denn obwohl die Tiere in unserem dicht besiedelten Raum an Menschen gewöhnt sind, haben sie trotzdem eine recht große Fluchtdistanz.
Es ist schon ziemlich dämmrig, die Konturen verwischen im Grau allmählich, schade, nun ist er nicht mehr zu sehen. Nun ja, dann ist vielleicht beim nächsten Mal etwas mehr Glück dabei.
Also wird der ganze Kram zusammengepackt – bis ich merke, dass ich beobachtet werde.

Mit diesen Eindrücken fällt der Heimweg nun ganz leicht. Es war wieder einmal schön.
Direkt vor der Haustür…

Vorfrühlingsrunde

Mildes Sonnenlicht wärmt die Stadt.
Zum Glück gibt es die Gleitarbeitszeit, so dass man flugs aufs Rad steigen und durch den Clara-Zetkin-Park und weiter entlang der Elster nach Süden rasch zum Cossi rollern kann.
Überall gehen und sitzen Menschen in Vorfrühlingslaune mit entspannten und freundlichen Gesichtern…

Auf der Sachsenbrücke trifft sich die Jugend. Lange nicht erlebt und gesehen.

–> hier weiterlesen

Vorfruehling_20180110_02