Riesengebirge – auf die Schneekoppe

Man sollte, sofern man gut zu Fuß ist, bitte nicht mit dem Lift auf die Schneekoppe fahren.
Der schönste Weg zur Schneekoppe führt durch den Riesengrund.
Lässt man das Auto in Pec stehen und wandert in den Riesengrund hinein, dann befindet man sich unmittelbar von den Größten in diesem Gebirge umgeben. Westlich ragen die schroffen felsdurchsetzten Hänge des über 1500 m hohen Brunnberges (Studnicni Hora) auf und nordöstlich erhebt sich über den Bäumen das 1600 m hohe Massiv der Schneekoppe. Das sieht hier gar nicht nur nach Mittelgebirge aus, man fühlt sich eher in die Alpen versetzt. Der Pfad ist auch stellenweise sehr steil, aber so gelangt man in recht kurzer Zeit hinauf zum Sattel, wo auf 1300 Metern Höhe das Schlesierhaus (Slezská bouda) steht.
Hier ist man nicht mehr ganz allein, denn aus allen möglichen Richtungen kommend, vereinen sich die Scharen der Gipfelaspiranten für den weiteren Aufstieg über den steinigen Felsweg zum höchsten Punkt. Die leichtere (längere) Variante hinauf bietet die Pflasterstraße, von der aus man, wie im Flugzeug sitzend, die Aussicht über halb Polen genießen kann.
Oben – erwartungsgemäß – trifft sich dann die Welt.
Dafür entschädigt der bei klarem Wetter ungemein weite Rundblick über die niedrigeren Bergketten und die polnischen Tiefebenen. Wobei auch eine Inversionswetterlage mit weißen Schaumbädern in den Tälern sehr reizvolle Momente bietet.
Der Rückweg führt schließlich über den leichten Südhang zum Rosenberg und von dort durch den Wald etwas steiler wieder nach Pec hinab.

 

Kaltfront

Eine Kaltfront sollte diesen ungemein heißen und schwülen Tag jäh mit Unwettern in Form von Gewittern, Starkregen, Hagelschlag, Orkanböen und sogar möglichen Tornados beenden.

Und, ehrlich gesagt, diese apokalyptischen Prognosen ließen auch uns einigermaßen unruhig auf den plötzlich verfinsterten Himmel schauen. Zu frisch waren die Fernsehbilder des von Unwetterschäden arg gebeutelten Süd- und Westdeutschlands.

Die angesagte Kaltfront kam, überquerte uns und…

Es geschah – nichts.

Der Chefmeteorologe etwas später wirkte ebenso irritiert. Die Tagestemperaturen in unserer Gegend hatten nicht die kritisch hohen Werte erreicht, um das Ganze entsprechend zu forcieren. Etwas weniger Glück hatten die Menschen östlich von uns, denn im Südosten schossen da plötzlich gewaltige Quellwolken in die Höhe, wo eine Stunde zuvor nichts war. Doch auch dort erreichten die Gewitter nicht die befürchtete Heftigkeit.

 

 

 

 

Gewitterzelle am Abend…

Die weit und breit einzige Gewitterzelle in Mittel-bzw. Norddeutschland sollte an diesem Abend ausgerechnet uns überqueren. Diese fiel dann aber sichtlich in sich zusammen und brachte zum Glück außer ein wenig Theaterdonner nur Regen – abgesehen von jenem Wolkenschauspiel bei Sonnenuntergang.

 

Rückbesinnung

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Gletschergipfel in den Alpen, Mitternachtssonne am Nordkapp, Hochwasser im Jotunheimen, Sonnenaufgänge auf Paros, dem Teide oder Kilimanjaro, Wintereinbruch im September auf dem Piz Languard, Blicke in die Sahara vom Djebel Toubkal, von der Terrasse der Margherita-Hütte in die schaurige Tiefe der Monte-Rosa-Ostwand oder mit steifem Genick die Lhotse-Südwand hinauf…

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Auf der Suche…

Heute möchte ich an dieser Stelle eine Art lose Beitragsserie beginnen, um Euch allmählich eine bestimmte Region am Rande des „wilden Ostens“, subjektiv durch meine Brille gesehen, ein wenig näher vorzustellen. Wie schon früher ab und zu praktiziert, möchte ich die Texte thematisch zusammengefasst unter dem Blog „Radelnder Uhu“ unterbringen und mich hier lediglich auf illustrierende Bilder beschränken. Wen es interessiert, der kann also gern HIER weiter lesen.

Auf der Suche nach der verlorenen Zeit…
soll das jetzt nicht heißen.
Denn verloren ist diese Zeit nicht. Vergangen trifft es besser.
Dabei sollte man getreu dem Motto „Lebe heute, die Vergangenheit ist vorbei und die Zukunft wird nicht so sein, wie Du Dir das vorstellst.“ mit dieser Suche nicht allzuviel Zeit verlieren. Das Leben ist zu kurz dafür.

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