Man wird das Gefühl nicht los…

dass man beobachtet wird.

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Darß-Zingst – Abend der Kraniche

Da haben sie uns doch einen gewaltigen Strich durch die Rechnung gemacht.
Wie schon früher haben wir uns mit anderen Gleichgesinnten an einem, wie die damalige Erfahrung zeigte, wirklich guten Beobachtungspunkt postiert.
Die Meiningenbrücke verbindet das Festland mit der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst und liegt genau in der Flugbahn der Kraniche, wenn sie abends an ihre Schlafplätze zurückkehren.
Dachten wir, dachten die Anderen auch…
Und dann flogen mit allmählicher Dämmerung die endlosen Ketten der eleganten Vögel viel südlicher und weit entfernt über Barth. Das war sicher auch schön, aber zum Bestaunen und Fotografieren waren sie viel zu weit entfernt.
An der leise aufsteigenden Enttäuschung ändern nun auch die grandiosen goldenen Farben der Abendstunde nichts. Schade – das war wohl heute nichts. Dann eben beim nächsten Mal…
Etliche sind schon gegangen, Stativ und Kameras sind im Rucksack verschwunden, aber ein wenig wollen wir die Stimmung trotzdem noch genießen, schauen uns um. Die Dämmerung ist schon weit fortgeschritten.
„Dort kommen sie.“ meint plötzlich Einer der noch Anwesenden…
Dort kommen sie?
Ja, da kommen sie.
Und dieses Mal fliegen sie genau auf uns zu.
Kette an Kette…
Direkt über unsere Köpfe.
Wunderschön.

 

Kraniche am Günzer See

 

In Groß Mohrdorf, zwischen Barth und Stralsund gibt es ein Kranich-Informationszentrum, denn in dieser Region um den Günzer See haben die Kraniche, wenn sie auf ihrer Reise in den Süden im Herbst Rast machen, ihre Futterplätze.

Damit die zigtausende Vögel den Bauern nicht die Saat wegfressen, werden hier von ehrenamtlichen Helfern Ackerflächen gepachtet und Mais ausgestreut, der die Kraniche anlockt.
Für Besucher ist das ein natürlich ein großes Schauspiel, wenn mit lautem Trompeten zahllose dieser großen schönen Vögel hier Kräfte für den Weiterflug sammeln.

Wie auch Linsenfutter schon darauf hinwies, sollte man das Auto nach Möglichkeit nicht verlassen, um die scheuen Tiere nicht zu stören, auch wenn die Straße in gebührendem Abstand von den Futterflächen verläuft.
Nationalpark-Ranger achten zudem darauf, dass sich kein Fotograf und Tourist näher als erlaubt an die Vögel heran pirscht.
Es gibt deshalb auch einen sehr gut ausgebauten Kranichbeobachtungspunkt hier, in dem zusätzlich Einiges an Informationsmaterial bereit gehalten wird.