„Friederikes“ Spuren im Mondlicht

 

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Nach Sonnenuntergang (1)

Das Thema nasse Schuhe hatten wir bereits.
Das bleibt bei derlei spontanen Ausflügen leider auch manchmal nicht erspart. Aber was  soll’s,  wieder einmal findet das Abenteuer fast direkt vor der eigenen Haustür statt, da ist der Weg also nachher ins die heimische Wärme nicht weit.
Sonnenuntergänge gibt es jeden Tag, angesichts dieser Farben, die wohl auch im Spätherbst besonders kräftig und intensiv sind, könnte man also meinen, dass gerade dieses heutige Ereignis besonders überwältigend ist.
Ist es natürlich nicht, auch die anderen Sonnenuntergänge waren nicht von schlechten Eltern, man hat es mittlerweile nur schon wieder ein wenig vergessen. Also tut die Auffrischung not.
Die Bäume, die Wiesen, die Pfützen – das kennt der geneigte Betrachter nun schon ein wenig – ja, diese tauchen immer wieder auf den gezeigten Bildern auf. In anderem Licht, zu einer anderen Jahreszeit, in anderen Farben – es wird trotzdem – zumindest für mich – nicht eintönig.
(Fortsetzung folgt)

Septembermorgen

Stellt man sich den Wecker auch am Sonntagmorgen auf 5 oder 6 Uhr?

Der Samstag war ja schon einigermaßen hart – draußen war es dunkel, kalt – aber da war auch diese ungeheuer befreite Stimmung am See im Licht des beginnenden Tages.

Und für heute Morgen hatte der Wetterbericht möglichen Nebel angesagt.

Der Wecker wurde nicht gestellt – so dämmert es bereits, als der erste Blick nach draußen geht. Vom Nebel hier keine Spur, aber das muss nichts heißen – auf den Wiesen an unserem Flüsschen stehen die Chancen gut. Ein paar Wolken im Osten, der rötliche Schimmer der ersten Sonnenstrahlen, der blaue Himmel – es sind 6°C, das sieht vielversprechend aus.

Also dann los.

Gesagt, getan, wenige Minuten später stehe ich auf den Wiesen am Flüsschen – im Nebel.

Faszinierend ist es, zuzuschauen, wie sich in Minutenschnelle auf den taubedeckten Wiesen immer wieder neue Nebelbänke bilden. Wie kleine Perlen glitzern Wassertröpfchen an Spinnennetzen und Gräsern und der unter ihnen erstarrte Schmetterling wird sich nachher hoffentlich im warmen Sonnenlicht wieder erholen.

Der Zauber dauert ungefähr eine halbe Stunde, dann steht die Sonne schon zu hoch und in ihrer Wärme zerfällt das geisterhafte Weiß und gibt die intensiven Farben eines Frühherbstmorgens frei.

Was für ein Tagesbeginn.