Seltsam,…

im Nebel zu wandern!

Einsam ist jeder Busch und Stein,

Kein Baum sieht den andern,

Jeder ist allein.

(Hermann Hesse)

Eine Assoziation, die sich bei bestimmten jahreszeitlichen Wetterbedingungen unwillkürlich einstellt, wobei sich diese stets nur auf die erste Strophe des wunderbaren Gedichtes bezieht.

 

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Windenschwärmer

Ein imposanter schneller Flieger ist der Windenschwärmer. Bislang haben wir den nur in etwas südlicheren Regionen gesehen.

Nun suchte er bei uns Schutz vor dem Dauerregen. Ausgerechnet im Sonnenschirm…

In diesem Sinne fand ich hier gerade einen alarmierenden Artikel in der FAZ-Online.

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Fortsetzung…

Als allmählich Konturen im Dunkel zu erkennen sind, wagt sich der Radelnde Uhu auch auf die Brücke über das Flüsschen. Gaaanz vorsichtig, denn da fehlt seit Monaten ein Brett, ein Sturz ins Wasser muss im Augenblick nicht sein.

Zudem ist das Holz taunass, sehr rutschig, diese Erkenntnis gewinnt er, als er auf dem Rückweg mit Stativ und Kamera in der Hand eine Art Spagat vollführt, weil der rechte Fuß plötzlich viel schneller als der Rest des Radelnden Uhus ist.
Doch für diese Aufnahme hat sich der volle Körpereinsatz gelohnt. (findet zumindest der Schreiber dieser Zeilen 😉

Die Morgendämmerung liefert zu guter Letzt natürlich noch die erhoffte Euphorie, um gut in den Tag zu starten, nur den Sonnenaufgang wartet er heute nicht ab, der fällt aufgrund der Wolken sowieso aus…

 

Es ist an der Zeit…

endlich den Sternenhimmel einmal wieder gebührend zu würdigen.

Das erste Augenblinzeln gilt dem Wecker – fünf Uhr – da spart man sich doch jedes weitere Kommentar – das zweite Blinzeln der Finsternis draußen.
Aber die Finsternis ist im Augenblick noch finsterer als sonst, was bedeutet, es gibt keine Wolken – und wirklich, da funkeln doch eine Menge Sterne in der Schwärze des Himmels.
Ein Glück, heute ist frei – ja, man könnte (eigentlich) auch ausschlafen – aber uneigentlich gibt es kein Halten mehr, nix wie raus, aufs Rad und dann mal ein Stückchen weiter zum Wäldchen an der Parthe gefahren.
Die spontanen Entscheidungen sind häufig die Besten, Minuten später baut der Radelnde Uhu in undurchdringlicher Dunkelheit am Waldrand, direkt am Ufer des Flüsschens das Stativ auf. Die Wildschweine schlafen sicherlich noch, also keine Bange…
Alle Tätigkeiten sind mittlerweile recht gut in Fleisch und Blut übergegangen, die Kamera sitzt in Sekundenschnelle fest am Kugelkopf, das Objektiv fix eingestellt, zum Glück „rastet“ es bei der Unendlich-Einstellung ein, so dass man da nicht lange herumfingern muss.
Viel Zeit gibt es nicht zu verlieren, denn von Nordwesten her sind erste Wolkenschleier zu erkennen. Der Sternenhimmel ist schon nicht mehr so klar wie vorhin zu erkennen. Zuerst eine Probeaufnahme, dann noch einmal nachjustiert, ok, jetzt passt alles. Es kann losgehen.
Und wie es los geht… Die Venus im Osten strahlt hell, im Süden das Sternbild Orion, der Sirius, im Osten der um fast 90° gekippte Große Wagen. Ein Traum für schlaflose Frühaufsteher.
Wie auf den ersten Bildern zu erkennen ist, sorgen die herein ziehenden Wolken für einen angenehmen und nicht zu starken Weichzeichnungseffekt, der die helleren Sterne etwas vergrößert. Zudem verleihen sie dem Himmel eine Art Struktur und verstärken die räumliche Wirkung. Bis zu diesen Wolken geht das, was wir Erde nennen, dahinter, wo die unzähligen Sterne funkeln, öffnet sich die unendliche Weite des Universums.

… Fortsetzung folgt

Weitere Bilder zum Sternenhimmel findet Ihr hier.

 

 

Riesengebirge – Wintereinbruch

Erinnerungen:

Seit gestern schneit es hier in arktischen Ausmaßen. Unerwartet ist das gekommen, es ist Anfang Oktober, niemand hat damit gerechnet und am Auto haben wir auch noch die Sommerreifen – ausgerechnet. Aber der Winterdienst hat die Situation auf den Straßen gut im Griff, die kennen sich damit aus.
Bunt verfärbte Laubbäume, Vogelbeeren – von Schnee überzuckert, das sind jetzt in den Tälern sehr schöne Fotomotive.
Der Schnee, je höher ich steige, wird immer tiefer, hier bin ich heute der Erste, der Einzige?
Eiszapfen an den Felsen über der Masaryk-Straße, die man in den 30er Jahren bis auf 1400 m hinauf erbaut hatte, wehende Schneewolken, wie Nadelstiche im Gesicht…
WhiteOut, die Bäume verschwinden im grauweißen Nebel.
Schließlich bin ich oberhalb der Baumgrenze an der Vrbatova Bouda. Aber nun fehlt auch jeglicher Schutz gegen den Sturm hier oben.
Im letzten Jahr waren wir auch hier, da schien eine milde Herbstsonne, goldene Lichter über den Höhen des Riesengebirges konnte man hier genießen.
Und jetzt – beträgt die Sichtweite nicht einmal 20 Meter.
Durch knietiefe Schneewehen wühle ich mich noch bis zum Denkmal oberhalb der geschlossenen Vrbatova Bouda, die nur einen Imbissstand bietet, hinauf.
Die Hütte wurde übrigens nach dem Skilangläufer Václav Vrbata benannt, der im März 1913 bei einem Wettkampf seinem Freund Bohumil Hanč, den er halb erfroren auf dieser Höhe vorfand, mit einer Jacke ausgeholfen hatte. Leider half das nicht, Beide erfroren bei dem eisigen Wetter. Ihnen zum Gedenken hat man das Denkmal hier errichtet.
Nein, es hat keinen Sinn, weiter zu gehen, selbst der Weg ist nicht mehr zu erkennen.
Schluss – da hat mir doch das kleine Riesengebirge doch glatt meine persönlichen Grenzen aufgezeigt.