Die Schöne und die Biester…

Der wohl hellste „Stern“ am südwestlichen Abendhimmel war letztens die Schöne, die Venus.

Wenn die Namensgeber schon gewusst hätten, welche Gifthölle die Atmosphäre dieses Planeten darstellt, wer weiß, wie man sie dann benannt hätte.

Aber nichtsdestotrotz – als Hintergrund zu strubbligen  Baum-„Biestern“ sieht sie einfach schön aus.

Orion

Und dann wurde es nach diesem herrlichen Vorfrühlingsabend doch noch eine kleine Tour zu den Sternen.

Nein, es geht hier nicht um die Raumschiffpatrouille Orion, sondern um meinen persönlichen Favoriten der Sternbilder.

Orion ist wohl das bekannteste und markanteste Sternbild am Wintersternhimmel.

Interessant daran ist z.B., dass man mit bloßem Auge einen Sternennebel, den Orion-Nebel (M 42) sehen kann. Mit der entsprechenden Technik ist es auch möglich, faszinierende Fotos davon zu machen, auf diesen Bildern jedoch ist er mehr oder weniger gut nur zu ahnen.(https://de.wikipedia.org/wiki/Orionnebel)

Sei’s drum…

Das Licht dieses Nebels, was uns jetzt gerade erreicht, ist ca 1500 bis 1700 Jahre alt… Man stelle sich vor, als dieses Licht entstand, waren sogar noch die letzten antiken Römer unterwegs.

Vorfrühlingsabend

Eigentlich war das Ziel wieder eine Sternenfototour…

Aber dann schien die Abendsonne so mild und das Licht war so märchenhaft…

Auch wenn sich der Winter wohl noch nicht ganz geschlagen gibt, wünsche ich viel Genuss beim Ansehen der Szenen eines Vorfrühlingsabends.

Wie würde…

Canalettos Gemälde bei diesen Lichtverhältnissen ausgesehen haben?

Und um das ehemalige Fabrikgebäude der Zigarettenfabrik Yenidze in seiner ganzen Schönheit zu fotografieren, muss beim nächsten Mal unbedingt ein besser geeigneter Standort gefunden werden. Ein erster Versuch…

 

Fockeberg

Man kanns nicht lassen – aber als quasi „Landei“ sehnt man sich abends auch mal nach den Lichtern der Großstadt und muss die dann auch entsprechend fotografieren.  🙂
Obwohl wir nun schon ein halbes Jahrhundert in oder in der Nähe von Leipzig leben, ist es eigenartigerweise noch nie gelungen, einmal auf den
Fockeberg
zu steigen.
Wer bei google nach „Fockeberg“ sucht, erhält unter anderem hilfreiche Tipps und Hinweise auf Berge wie die Große Arnspitze oder den Höfats…
Nun ja, ganz so hoch ist er mit 153 Metern nicht…
Der Fockeberg ist einer von Leipzigs „Mont Klamotts“ – eine Kippe, auf die man nach dem Krieg die Trümmer karrte und übrigens von dort auch wiederum Trümmerteile in den 50ern zur Errichtung des riesigen Zentralstadions verwendete.
Über 45 m erhebt sich der Fockeberg über den Häuserdächern.
Erst in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts für die Nutzung als Auflugsziel frei gegeben, ist  der Fockeberg nun dicht bewachsen, nur ein paar Schneisen zwischen den Bäumen lassen eine schöne Sicht auf die Stadt zu. Die Menschen schätzen diesen Ort – entsprechend ist dieser selbst heute, kurz vor der Dämmerung, bevölkert.
Die Wege sind teilweise noch eisbedeckt – für den nächsten Gipfelversuch sollte man die wärmere Jahreszeit bevorzugen – aber die größte Gefahr, die hier lauert, ist, wenn man die Eisflächen umgehen muss, in eine der zahlreich hier gelagerten Hunde-Tretminen zu tapsen. Hinauf, im letzten Tageslicht konnte das erfolgreich vermieden werden, aber auf dem Abstieg im Dunklen?
Selbst oben auf dem Gipfelplateau fällt es schwer, alte aufgeweichte Silvesterraketen von anderen ähnlich farbigen Haufen zu unterscheiden.
Da aber auch zwei Tage später noch immer keine üblen Gerüche von den Schuhsohlen her aufsteigen, kann zu Protokoll genommen werden, dass die erste Fockeberg-Besteigung wohl erfolgreich und ohne Kollateralschäden abgeschlossen werden konnte.
Aber nun Schluss mit Text – anbei die Bilder.
Genießt sie und lasst die Lichter der Großstadt einfach wirken.
Viel Spaß damit