Das Buch…

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in der Nikolaikirche

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Stralsund

Fast zwanzig Jahre ist es her, seit wir zum letzten Mal in Stralsund waren…

Warum haben wir eigentlich so lange bis zu diesem nächsten Besuch gewartet?

Darß – Farben und Licht am Meer

 

 

Zu diesen Bildern muss ich doch noch ein wenig Text mitgeben…
Meine malerischen Fähigkeiten beschränken sich leider eher auf Strichmännchen oder das Malern von tapezierten Wänden. Sehr schade – das bedauere ich schon seit Jahrzehnten – denn so blieb es mir immer unmöglich, bestimmte Dinge, Stimmungen, Gefühle, die man verbal nur schwer beschreiben kann, abzubilden.

Und nun zeige ich diese etwas diffus wirkenden Bilder hier…
Manch Eine(r) wird sich fragen, was denn daran schon besonders sei.

Ich will versuchen, das zu erklären.

Es ist ein Versuch, etwas nicht nur abzubilden und zu dokumentieren, sondern Stimmungen mit Hilfe der Fotografie zu malen, wobei es hierbei nicht um Gefallen oder Nicht-Gefallen geht.
Der oder die Eine wird es vielleicht ebenfalls mögen, Andere wiederum nicht. Das ist nun mal so.

Technisch ist es keine Herausforderung, diese Fotografien zu machen. Stativ, Kamera, Graufilter, das Ganze halbwegs gerade auf den Horizont ausgerichtet und los. Technische Vollkommenheit ist (zunächst) auch nicht das Ziel.
Und trotzdem liefert die Kamera diese Ergebnisse – die überraschenderweise genau so sind, wie sie beabsichtigt waren.

Durch die Langzeitbelichtung, so erscheint es, werden in einem gewissen Maße Formen, Linien, Strukturen und auch der Zeitbezug aufgehoben, die gewohnte wahrgenommene Realität verschwimmt, alles reduziert sich auf Farben und Licht.

Das ist Absicht – das Auge benötigt nicht unbedingt, abgesehen von gelegentlichen Wolken oder einer Buhne, die ins Bild ragt, einen Fixpunkt oder Linien, die es führen. Der Blick erweitert sich, um bereitwilliger die Gesamtwirkung des Bildes aufnehmen.

Im besten Fall kann der Betrachter nun die zum Moment der Aufnahme herrschende Stimmung nachvollziehen und ein bestimmtes Gefühl empfinden.
Das Aufgehen in der endlosen Weite von Meer und Himmel – das Spüren der Stille, des Rauschens von Wind, Wellen, Wärme, Kälte und damit verbunden vielleicht auch eines Gefühls von Ruhe…

Das kann man fühlen, wenn man zu früher Stunde, wenn alles noch schläft, ganz allein an einem Strand steht.