Die Üppigkeit der Vegetation


In unserer Heimat herrschen eher die düsteren Farben Grau, Braun, Schwarz (zumindest zu dieser frühen Jahreszeit) vor. Darüber liegt ein feuchter Regenschleier, der die Grenzen zwischen Himmel und Erde verschwimmen lässt. Hat etwas für sich – ist, wenn man sich darauf einlässt, ebenfalls schön, weckt melancholische Stimmungen…

Blauer Himmel, weiße Wolken, grüne mit weißen Felsen durchsetzte Berge, eine uferlose Blütenpracht, prall gefüllte Orangen- und Zitrusbäume, silbergraues Olivenlaub über grotesk verwundenen und verwachsenen uralten Baumstämmen, stolze, kerzengerade, hoch aufragende Palmen, rotbraune Häuser im üppigen Pflanzenmeer. Ein Tisch mit einer Kanne frischgepressten Orangensaft am Wegrand, das freundliche Lächeln der Bäuerin.
Das muss das Paradies sein, so stellt man sich das als Mitteleuropäer vor.

Lassen wir alle anderen nüchternen Überlegungen einmal beiseite.

Das ist das Paradies.

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Wir nun auch…

Die Olsenbande war schon dort (und das mehrmals), Til Schweiger und Jan Ullrich u.a. besitzen Fincas da, die Verwandtschaft kennt die Insel, Einige aus dem Freundes- und Bekanntenkreis ebenfalls –
und wir haben es nun auch getan.

Wir haben den Sprung nach M. gewagt, uns gegen alle (eigenen) Vorurteile durchgesetzt und selbst einen Eindruck verschafft.
Die ersten Bilder – Sonne über Meer, verschwenderisches Frühlingsgrün, Touristengedränge am Strand unter Palmen, in den Sträßchen und Bars des kleinen Ortes an der kreisrunden Bucht, Läden mit Schnickschnack, den die Welt nicht braucht. Darüber Berge, Berge – Berge, bis weit hinauf in den blauen Himmel.
So hat man sich das vorgestellt. So entspricht das dem gängigen Klischee. Das ist eigentlich auch nicht anders, als in anderen Touristenzentren in anderen Ländern. Nur wärmer, grüner, bunter, südlicher eben…
Dazu Gedränge im Hotel und dem zu Essenszeiten lärmigen und überfüllten Speisesaal.
Doch, gerade jetzt, in der Vorsaison, nur wenige hundert Meter abseits, ist Landschaft, ist Natur, ist Stille, summende Insekten, Rauschen des Windes in silbrig-grauem Olivenlaub, Rauschen der Brandung auf scharfkantigem Kalkfels.

Mallorca ist anders, ist schön – vorausgesetzt, man nimmt sich die Zeit und Ruhe, es zu entdecken, ohne fernen Zielen hinterher zu jagen oder den Tag am Strand verrinnen zu lassen…

Im Folgenden soll auf konkrete Routenbeschreibungen, Nennungen von Orten, Empfehlungen und Bildern zu Sehenswürdigkeiten verzichtet werden.
Das kann man vielerorts nachlesen, das können Andere viel viel besser beschreiben.
Es soll lediglich ein Versuch sein, den Wust der Eindrücke dieser Tage etwas zu entwirren, die subjektiven Wahrnehmungen (egal an welchem Ort diese auch stattfanden, denn da wird jeder Mallorca-Urlauber seine eigenen ganz persönlichen Lieblingsstellen haben) mit Fotos widerzugeben und insgesamt ein Bild dieser faszinierenden Insel zu vermitteln.
Und die Eine oder der Andere wird sicher manches Bekannte erkennen.