Frühmorgens in Leipzig (1)

 

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Das Märchenschloss

Schnee, blauer Himmel, Sonnenschein…
Und ein Märchenschloss – Schloß Moritzburg.
Wer denkt da nicht gleich an „Drei Haselnüsse…“.

Und tatsächlich, betrachtet man dieses Schloss aus einiger Distanz zum Touristenstrom, dann geht die Film-Musik Karel Svobodas einfach nicht mehr aus dem Kopf. Wunderschön ist es anzusehen.

Aber Moritzburg ist noch mehr – einen Weg von zwei Kilometern durch Park- und Waldanlagen zu Fuß entfernt gibt es das Fasanenschlösschen (1769 – 1782) und den Leuchtturm.
Ein wenig erinnert der Chinese oben auf der Dachspitze an das chinesische Teehaus (1755-1764) in Sanssouci. Aber wen wundert es, zeigt es doch die Schwärmereien der Rokoko-Fürsten und Könige in diesen Zeiten für die Exotik des Fernen Ostens.
Der Leuchtturm dürfte auch nur einer Laune heraus entsprungen sein, bietet jedoch ein schönes Foto-Motiv.

Käthe Kollwitz verbrachte in Moritzburg auf dem Rüdenhof am See die letzten neun Monate ihres Lebens. Das Ende des Krieges erlebte sie leider nicht mehr. Die große Künstlerin, die in einem Großteil ihrer ausdrucksstarken Werke das Elend der Armen und den Krieg anprangerte, wurde ausgerechnet von einem Prinzen hier aufgenommen. Prinz Ernst Heinrich von Sachsen bot ihr nach langer Flucht vor den Bomben des Krieges Unterkunft und Sicherheit – er handelte als Mensch und Kunstfreund – ganz ohne Klassendenken.

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