Fotorausch im Winternebel

Im Finger zuckt es schon wieder, da – die aus dem diffusen Weiß auftauchende knorrige Eiche, die Baumgruppe, die Sonne, die matt durch den Nebel scheint, der Bach, der im pastellfarbenen Licht glänzt…
Wie bildet man das ab, diese märchenhafte Stimmung, so dass man trotz des weichen orangenen Lichts die Kälte spürt, den Frosthauch, der über allem liegt?
Die Silhouetten der Baumstämme dürfen nicht zu dunkel, nicht zu hart erscheinen, keine zu scharfen Konturen haben, die müssen genauso verschwimmen wie das Empfinden des Beobachters es jetzt wahrnimmt.
Die reifbedeckten Baumkronen da drüben vor dem sich blau-violett einfärbendem Abendhimmel – nicht zu viel Farbe da hinein lassen, eher das Ganze ein wenig überbelichten, auch wenn es in Wirklichkeit schon etwas dunkler ist. Die Pappelreihe soll ein wenig verloren in der Weite der eisigen Wiesenlandschaft wirken, allein gelassen mit dem Bestehen gegen diese Kälte…
Und dann – Spot on – unsere kleine Kirche von den Scheinwerfern beleuchtet, das Scheinwerferlicht, welches eine Art Lichtkrone um das Gebäude schafft…
Motive über Motive – alles muss erst einmal (mit Gefühl) erfasst werden, aussortieren darf man später.
Drinnen im Warmen dauert es dann eine Weile, ehe sich dieses Gefühl, eben etwas ganz Wunderbares erlebt zu haben, legt und man in den gewohnten Ablauf zurück kehrt.

In den nächsten Tagen möchte ich Euch von diesem ganz besonderen Nachmittag/ Abend in loser Reihe immer mal noch ein Bild zeigen.

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20 Gedanken zu “Fotorausch im Winternebel”

  1. Danke Ellen. Und dabei ist das Schönste, dass das nur ein paar hundert Meter entfernt ist. Man lernt dann wieder mal zu schätzen, in welchem Paradies man eigentlich leben darf. 😊
    LG Lutz

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  2. Auch wenn es schwer fällt, muss man ab und zu mal üben, ohne Handy und Kamera in die Natur zu gehen, damit man auch mal Momente nur für sich allein erlebt und ohne Gedanken abseits davon.

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