Elberadweg – mal wieder (1)

In diesem Jahr war der Elberadweg auch einmal wieder unser Ziel.

Abschnitt (Oschatz – ) Riesa – Dresden (ca. 80 km)

Die erste Etappe Ende Mai, sollte uns von Riesa nach Dresden führen.

Konkrete Wegbeschreibungen und Beschreibungen der dort vorzufindenden baulichen und Naturschönheiten findet man auf zahllosen Webseiten, deswegen soll darauf an dieser Stelle nicht weiter eingegangen werden.

Warum aber fuhren wir gegen den Strom elbaufwärts? Normalerweise ist es ja üblich, einen Flußradweg flussabwärts zu befahren, gerade weil es so reizvoll ist, einen Fluss oder Strom beim Anwachsen und immer Größer- und Mächtiger-Werden zu begleiten, bis er schließlich ins Meer mündet. Für diesen Abschnitt jedoch ist es auch umgekehrt empfehlenswert, weil sich die Höhepunkte entlang des Wegs sozusagen steigern und übertreffen, bis man dann die klassische Kulisse Dresdens vor sich sieht.

Nach Oschatz fahren wir mit dem Regionalzug, das erspart die Kosten für die Fahrradkarten, die 10 Kilometer bis Riesa schaffen wir auch entspannt per Rad. In Riesa „fädeln“ wir uns schließlich auf dem Elbradweg ein. Durch mohnbestandene Blumenwiesen geht es an diesem immer heißer werdenden Maitag bis zur unheimlichen Skyline des Chemiewerkes bei Nünchritz. Danach aber wird es richtig schön. Die recht eintönige Ebene verengt sich allmählich zum Flusstal. Bald ist Diesbar mit seinen Weinbergen und seinem Schlösschen erreicht – der erste Höhepunkt des heutigen Tages.

Immer schön entlang des Flusses, mal auf asphaltierten, mal auf grob gepflasterten Wegstücken rollen oder schieben wir nun bis Meißen, deren mächtige Albrechtsburg und der Dom schon von weitem herüber grüßen. Kleine Mittagsrast in einem der zahlreichen am Weg liegenden Biergärten, dann geht es weiter nach Südwesten. Durchs winzige Spaargebirge bei Meißen fahren wir an der Elbe entlang hindurch, Coswig und Radebeul streift man nur, ehe man am Nachmittag Dresden erreicht. Es geht durch endlose Vororte, bis man plötzlich und ganz unvermutet vor dem Sächsischen Landtagsgebäude steht und einen schönen Fast-Canaletto-Blick auf Dresdens Altstadt genießen kann.

Schade, das war es für heute schon, fast 80 Kilometer, aber die wurden bei der abwechslungsreichen Route gar nicht mal so richtig lang.

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12 Kommentare zu „Elberadweg – mal wieder (1)“

    1. An Wochenenden und in der Urlaubszeit ist viel Betrieb dort. Da täuschen die Bilder ein wenig 😉 Aber Du hast Recht, solch ein breiter, dahinströmender Fluss hat etwas sehr Beruhigendes.

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