Vom Brocken, Hexen usw. (3)

Am nächsten Morgen fällt der Sonnenaufgang aus. Dichter Nebel hüllt alles ein, ein stürmischer kalter Wind treibt Wolkenfetzen über den Berg, manchmal reißt es auf und gibt den Blick auf das Schaumbad der tiefen Wolkenschicht frei.

Wie schön das ist…

 

Nach einem guten Frühstück geht es schließlich an den Abstieg auf der Grenzstraße über die Nordseite des Berges.

Recht rasch sind wir aus dem Wolkennebel heraus, weiter unten ist es auch wieder spürbar wärmer.

Ganz viele Leute kommen uns entgegen. Aber solch ein Glück in Bezug auf gute Aussicht werden sie wohl heute kaum haben.

Die wilde Ilse ist nach der langen Dürre nun auch eher ein zahmes Wässerchen geworden, doch manchen Stellen zeigt sie sich trotzdem sehr fotogen. Und der Wunsch, unbedingt im Herbst, wenn sich das Laub verfärbt hat, noch einmal, nur diesen Ilsefällen zuliebe herzukommen, wird recht konkret. Brocken muss dann nicht sein, dieses wunderschöne Tal allein ist schon die Reise wert. Dafür sollte dann auch genug Zeit sein.

Bis Ilsenburg hinab dehnen sich die letzten Kilometer, leider muss wegen des zu erreichenden Zuges auch ein wenig Tempo gemacht werden. Aber der einsetzende Regen lädt ohnehin nicht unbedingt zum Bummeln ein.

Gemütlich war die Runde nicht, anstrengend wars.

Sehr schön wars.

Und Heines „Harzreise“ sollte man gelegentlich auch einmal wieder zur Hand nehmen.

Wir kommen wieder.

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