Vom Brocken, Hexen usw. (2)

… 22 Uhr dann Ende, doch die Aussichtsplattform oben im 8. ist noch offen und dort kann man einen traumhaften Blick auf die Lichter der ganz weit unten liegenden Städte und Dörfer und auf die Lichter des unendlichen Sternenhimmels oben drüber genießen.

In der Erinnerung spukt dem Radelnden Uhu noch die bemerkenswerte Nacht von anno 2015 herum, dieser Genuss des fast afrikanisch anmutenden Sternenhimmels nach einer anstrengenden Auffahrt per Rad. Damals gab es mangels geeigneter Fototechnik keine Chance, aber heute soll die Möglichkeit unbedingt genutzt werden, diesen Sternenhimmel auch aufs Bild zu bringen.

Also zieht er es vor, statt schon schlafen zu gehen, sich besser im eisigen Wind noch ein Stündchen um die Ohren zu schlagen und einfach nur in Ruhe zu schauen, zu fotografieren und sich des Ganzen ausgiebig zu erfreuen. Selbst die Milchstraße ist mit bloßem Auge deutlich zu sehen.

Es ist ungemein faszinierend, aus dieser Perspektive erkennen zu können, wie dünn und zart die Schicht ist, in der unser Leben möglich ist. Darüber öffnet sich der unendliche sternglitzernde Weltraum…

Gespenstisch steht weit unten der rote Mond knapp über Wernigerode, dann plötzlich bewölkt es sich rasend schnell und die Gelegenheit ist wohl für dieses Mal vorbei. In diesem Sinne muss man sogar dankbar sein, dass das Hotelrestaurant schon 22 Uhr geschlossen wurde, denn sonst hätte man dieses Erlebnis womöglich versäumt und auf die Erfüllung eines jahrelangen Wunsches noch länger warten müssen.

Fortsetzung folgt…

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