Das Märchenschloss

Schnee, blauer Himmel, Sonnenschein…
Und ein Märchenschloss – Schloß Moritzburg.
Wer denkt da nicht gleich an „Drei Haselnüsse…“.

Und tatsächlich, betrachtet man dieses Schloss aus einiger Distanz zum Touristenstrom, dann geht die Film-Musik Karel Svobodas einfach nicht mehr aus dem Kopf. Wunderschön ist es anzusehen.

Aber Moritzburg ist noch mehr – einen Weg von zwei Kilometern durch Park- und Waldanlagen zu Fuß entfernt gibt es das Fasanenschlösschen (1769 – 1782) und den Leuchtturm.
Ein wenig erinnert der Chinese oben auf der Dachspitze an das chinesische Teehaus (1755-1764) in Sanssouci. Aber wen wundert es, zeigt es doch die Schwärmereien der Rokoko-Fürsten und Könige in diesen Zeiten für die Exotik des Fernen Ostens.
Der Leuchtturm dürfte auch nur einer Laune heraus entsprungen sein, bietet jedoch ein schönes Foto-Motiv.

Käthe Kollwitz verbrachte in Moritzburg auf dem Rüdenhof am See die letzten neun Monate ihres Lebens. Das Ende des Krieges erlebte sie leider nicht mehr. Die große Künstlerin, die in einem Großteil ihrer ausdrucksstarken Werke das Elend der Armen und den Krieg anprangerte, wurde ausgerechnet von einem Prinzen hier aufgenommen. Prinz Ernst Heinrich von Sachsen bot ihr nach langer Flucht vor den Bomben des Krieges Unterkunft und Sicherheit – er handelte als Mensch und Kunstfreund – ganz ohne Klassendenken.

Hier findet Ihr einen sehr lesenswerten Artikel zum Thema

 

 

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17 Kommentare zu „Das Märchenschloss“

      1. Es muss wohl 1996 oder ’97 gewesen sein, da habe wir auf dem nah gelegenen Campingplatz so eine Art Urlaub gemacht, der kleine Sohn und ich, während der Papa in Radeberg gearbeitet hat. Wir sind, obwohl der Kleine 4 oder 5 war, fast jeden Tag von dort zum Schloss Moritzburg gelaufen, ein schöner Weg, beinahe sogar querfeldein, voller bunter Steine und Scherben – ein schöner Kontrast und morgens war es rund ums Schloss noch schön leer.
        Denke ich an Schloss Moritzburg, denke ich auch immer an eine zauberhafte kleine Bäckerei und frische Eierschecke.
        Du siehst: deine Bilder wirken märchenhaft. 🙂

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    1. Danke. Waren letzten Dienstag bei prallem Sonnenschein dort. War noch nie dort und begeistert.
      Design – das Schwarz wurde „bemängelt“, nun versuche ich es mal mit Weiß. Erscheint mir Augenblick auch optisch angenehmer. 🙂

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  1. Danke für die schöne Geschichte mit Käthe Kollwitz, das wusste ich gar nicht. Das Schloss reizt mich natürlich auch, ist ja klar. Aber bis dahin schaue ich mir so schöne Beiträge wie deine an.
    Liebe Grüße

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