Es ist an der Zeit…

endlich den Sternenhimmel einmal wieder gebührend zu würdigen.

Das erste Augenblinzeln gilt dem Wecker – fünf Uhr – da spart man sich doch jedes weitere Kommentar – das zweite Blinzeln der Finsternis draußen.
Aber die Finsternis ist im Augenblick noch finsterer als sonst, was bedeutet, es gibt keine Wolken – und wirklich, da funkeln doch eine Menge Sterne in der Schwärze des Himmels.
Ein Glück, heute ist frei – ja, man könnte (eigentlich) auch ausschlafen – aber uneigentlich gibt es kein Halten mehr, nix wie raus, aufs Rad und dann mal ein Stückchen weiter zum Wäldchen an der Parthe gefahren.
Die spontanen Entscheidungen sind häufig die Besten, Minuten später baut der Radelnde Uhu in undurchdringlicher Dunkelheit am Waldrand, direkt am Ufer des Flüsschens das Stativ auf. Die Wildschweine schlafen sicherlich noch, also keine Bange…
Alle Tätigkeiten sind mittlerweile recht gut in Fleisch und Blut übergegangen, die Kamera sitzt in Sekundenschnelle fest am Kugelkopf, das Objektiv fix eingestellt, zum Glück „rastet“ es bei der Unendlich-Einstellung ein, so dass man da nicht lange herumfingern muss.
Viel Zeit gibt es nicht zu verlieren, denn von Nordwesten her sind erste Wolkenschleier zu erkennen. Der Sternenhimmel ist schon nicht mehr so klar wie vorhin zu erkennen. Zuerst eine Probeaufnahme, dann noch einmal nachjustiert, ok, jetzt passt alles. Es kann losgehen.
Und wie es los geht… Die Venus im Osten strahlt hell, im Süden das Sternbild Orion, der Sirius, im Osten der um fast 90° gekippte Große Wagen. Ein Traum für schlaflose Frühaufsteher.
Wie auf den ersten Bildern zu erkennen ist, sorgen die herein ziehenden Wolken für einen angenehmen und nicht zu starken Weichzeichnungseffekt, der die helleren Sterne etwas vergrößert. Zudem verleihen sie dem Himmel eine Art Struktur und verstärken die räumliche Wirkung. Bis zu diesen Wolken geht das, was wir Erde nennen, dahinter, wo die unzähligen Sterne funkeln, öffnet sich die unendliche Weite des Universums.

… Fortsetzung folgt

Weitere Bilder zum Sternenhimmel findet Ihr hier.

 

 

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30 Kommentare zu „Es ist an der Zeit…“

      1. Das ist etwas, das mich immer wieder fasziniert, diese Ergänzung der eigenen Sichtmöglichkeiten durch die technischen Aufnahmemöglichkeiten der Kameras, was das Erlebnis nachträglich noch vertieft.

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    1. Wenn man sich einmal überwunden hat, kann man mit großer Sicherheit auch auf die einsetzende Euphorie rechnen – aber das hatte ich ja schon mal geschrieben. Eine Freibiwaknacht unterm Sternenhimmel wäre auch mal wieder schön – aber nun wirds mir langsam zu kalt dafür 😉

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  1. Lustig, an Sternenfotografie habe ich gerade eben gedacht, als ich den wolkenlosen Morgenhimmel gesehen habe. Das war aber eine ganze Ecke später als Deine Aufweckzeit! 😉
    Schöne Aufnahmen, v.a mit den Bäumen.

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  2. klasse! ich bin um diese zeit immer schon auf dem weg ins büro. und ärgere mich oft, dass ich nicht einfach anhalten kann um fotos zu machen. toll sind deine hier! bin gespannt auf die fortsetzung.

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    1. Zum Glück muss ich erst eine Stunde später los 🙂 Aber derzeit ist es frühmorgens auch schon schön dunkel, so dass (wie heute) der eine oder andere Blick auf den wolkenlosen Sternenhimmel schon für einen guten Start in den Tag sorgt.

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    1. Dankeschön für das Lob. Ganz früh ist mir meist lieber als ganz spät. Und wenn man da noch mit solchen Ausblicken belohnt wird, braucht man gar nicht mal so viel Energie 😉
      LG Lutz

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      1. Du glücklicher, bei mir ist es anders. Ich mag nicht mehr früh aufstehen. In meinem Berufsleben musste ich zu absonderlichen Zeiten aufstehen, nachts um eins, zwei oder vier. Daher liebe ich es spät aufzustehen. 😊
        Lieben Gruß
        Ewald

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      2. Bei mir ist es eher ein langjähriger, fest verinnerlichter Rhythmus, der auch an Wochenenden nicht aussetzt. Dafür rafft es mich abends umso zeitiger dahin 😉
        Liebe Grüße
        Lutz

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