Vollmondnächte (1)

Warum machst Du solche Fotos?

Gute Frage – ein paar Bäume, Sträucher, ein bisschen Wiese und lange Schatten stellen ja nun wirklich nicht die tollsten Motive dar. Es gibt wirklich Aufregenderes…

Wozu dann also?

Zum Einen ist schon jeder Ausflug, bei dem diese Bilder entstehen, ein Gewinn, es bedeutet einfach Spaß und Freude, draußen in der stillen Dunkelheit die ganz eigentümliche Atmosphäre zu genießen und mit deutlich erhöhter Aufmerksamkeit gegenüber dem hellen Tag optische und akustische Reize aufzufangen.

Man weiß im Moment der Aufnahme (zumindest ich nicht), was als Ergebnis entstehen wird.

Gelingt es, diese Stimmung dauerhaft einzufangen und auch anderen Betrachtern zu übermitteln? Oder sollte man die Bilder dann doch besser still und leise im Papierkorb versenken? Vielleicht klappt es ja beim nächsten Versuch.

Und jetzt kommt das Thema Nachbearbeitung ins Spiel, welches offensichtlich sehr kontrovers diskutiert wird. Ich bin der Meinung, dass es tatsächlich jedem selbst überlassen ist, ob und inwieweit der Aufnahme der als nötig empfundene Feinschliff noch beigefügt wird oder diese so authentisch, wie sie aus der Kamera kommt, belassen wird.

In meinen Augen ist es durchaus noch legitim, durch Korrekturen an Farbtemperatur, Helligkeit, Kontrast, Klarheit usw. dem Bild, welches die Kamera völlig leidenschaftslos aufgenommen hat, die eigenen Eindrücke der erlebten Momente mit zu geben und deutlich zu machen.

Erstaunlich ist das Ergebnis dann allemal – trotz Finsternis „sieht“ die Kamera mehr als das menschliche Auge.

 

Advertisements

17 Gedanken zu “Vollmondnächte (1)

  1. Super Fotos wie immer ! Ich bin voll auf deiner Seite denn ich ändere auch die Helligkeit Kontrast usw aber das war`s dann auch schon ! Ich möchte die Fotos zeigen und selber sehen wie ich sie gemacht habe. Nachtaufnahmen haben was faszinierendes weil auch das Ergebnis in der Dunkelheit nicht richtig sichtbar wird sondern erst zuhause am Computer. Also ich bin ein Fan davon geworden ! Gruss Manni

    Gefällt mir

  2. Fotografieren ist für manche Menschen eben nicht als erweitertes Erlebnis des Sehens nachvollziehbar, und das Ansehen und wie auch immer geartete (oder unterlassene) Bearbeiten kein zusätzlicher erfreulicher Akt des Nachspürens.
    Im Grunde kann man darüber genausowenig das ausschliesslich Richtige festlegen, wie über die einzig wahre Methode, Äpfel zu essen.

    Gefällt 2 Personen

  3. I’ll say it is up to each and everyone to choose if and how much to work with the pictures, I think it depends on why we photograph and what we want to mediate. I prefer to show my photos straight out of the camera, and I also think that what we photograph can change by our mood for the day. Sometimes it is just to show what we see and another time it is what we feel. There is nothing right or wrong, only ourself and that is what we take pictures of.

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s